Thursday, December 31, 2009

Private Krankenkassen kritisieren Gesundheitspolitik


Hamburg — Durch den von der Bundesregierung geplanten Umbau des Gesundheitswesens droht nach Ansicht der privaten Krankenkassen eine Verschlechterung der medizinischen Leistungen. "Die Pauschalprämien bringen eine Reihe von Problemen", sagte der Vorsitzende des Privatkassenverbandes PKV, Volker Leienbach, dem "Hamburger Abendblatt". "Dazu gehört, dass in der gesetzlichen Krankenversicherung durch noch mehr Steuergeld der Einfluss des Staates immer größer würde."

Die Entwicklung sei mit der Rentenversicherung vergleichbar: "Dort haben wir einen massiven Einsatz von Steuermitteln, der bei etwa 80 Milliarden Euro pro Jahr liegt. Dennoch hat das dazu geführt, dass das Rentenniveau immer weiter absinkt", fügte Leienbach hinzu.

Die fortschreitende Finanzierung der Gesundheit über Steuern treffe besonders Privatversicherte, sagte Leienbach dem Blatt. "Gibt man Steuergeld dazu, sinkt ja auch der Arbeitgeberanteil, weil die Beiträge zur gesetzlichen Kasse insgesamt niedriger sind." Für die private Krankenversicherung zahle der Arbeitgeber aber nur maximal den Höchstsatz wie in der gesetzlichen. "Als privat Krankenversicherter subventioniere ich also die gesetzlich Versicherten und treibe meine eigenen Prämien in die Höhe", kritisierte Leienbach.

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